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Ostheopathie: Beschwerden minimieren und Selbstständigkeit erhalten

[08.01.2016]

aus: Gesund und Glücklich im Alter.
Beilage in DIE WELT vom 30.12.2015


Ostheopathie: Beschwerden minimieren und Selbstständigkeit erhalten
Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt sie zur Komplementärmedizin: Osteopathie ist eine Heilkunde, die den Patienten und nicht die Krankheit in den Mittelpunkt stellt.

Autor: Christoph Newiger
Vorstand Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO


Sie verfügt über eigene Behandlungsprinzipien und bietet unterschiedliche Herangehensweisen an, um die Gesundheit zu erhalten und mit Krankheiten umzugehen.

Osteopathie zu praktizieren, bedeutet, vorwiegend mit den Händen zu diagnostizieren und zu behandeln. Auf Medikamente, Instrumente und invasive Eingriffe wird dabei bewusst verzichtet. Denn Osteopathie will keine Änderungen von außen aufdrängen, sondern diese im Organismus selbst hervorrufen, damit dieser seine Gesundheit bewahren oder wiederherstellen kann.

Konkret geht es laut WHO darum, „die physiologischen selbstregulierenden und selbstheilenden Mechanismen im Körper zu unterstützen“. Dazu werden mit eigenen manuellen Techniken „jene Bereiche des Körpers angesprochen, die Gewebespannungen, Stress oder Funktionsstörungen aufweisen, welche die gesund erhaltenden neuronalen, vaskulären und biochemischen Mechanismen behindern können“.

Um diese Bereiche aufzuspüren, wird der Patient in seiner Gesamtheit untersucht und behandelt. Das erfordert eine präzise Kenntnis der menschlichen Anatomie, Physiologie und weiterer medizinischer Grundlagenfächer. Osteopathie anzuwenden, verlangt deshalb eine hohe fachliche Kompetenz und einen langjährig geschulten Tastsinn.

Osteopathie kennt keine Altersgrenzen. Liegt der Schwerpunkt bei der Behandlung von Säuglingen und Kindern meist in der Prävention, so geht es bei älteren Patienten darum, vorhandene Beschwerden zu minimieren oder aufzulösen und die Selbstständigkeit bei der Verrichtung der Alltagsaktivitäten zu erhalten.

Dabei führt nicht das Altern selbst zu Beschwerden, sondern wenn hierbei einzelne Bereiche, etwa des Bewegungsapparats oder der Verdauung, aus dem Gleichgewicht kommen. Dieses abhandengekommene Gleichgewicht versucht die Osteopathie mit ihren manuellen Techniken wiederherzustellen. 
Um die Selbstständigkeit des Patienten zu erhalten, gilt es hingegen, jene Funktionen zu optimieren, die für den Alltag wichtig sind, also zum Beispiel Bewegungseinschränkungen zu minimieren, die Atmung zu verbessern, das vegetative Nervensystem zu stabilisieren und gegebenenfalls Schmerzen zu lindern.

Als Heilkunde darf Osteopathie in Deutschland nur von Ärzten und Heilpraktikern angewendet werden. Deren Fortbildung sollte mindestens 700 Unterrichtsstunden (Ärzte) beziehungsweise mindestens 1350 Unterrichtsstunden (Heilpraktiker) betragen.


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