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Klinisch-neurologische Untersuchungen im Säuglingsalter

[19.09.2017]


Dr. med. Jörg Hohendahl
Unser Kooperationspartner Dr. med. Jörg Hohendahl, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie - Sozialpädiatrie, veranstaltet vom 20. bis 22. Oktober, und vom 17. bis 19. November jeweils einen dreitägigen „Klinisch-neurologischer Untersuchungskurs im Säuglingsalter“ für Osteopathen.
Die beiden Kurse finden in Bochum statt. Wir haben Dr. Hohendahl dazu interviewt.

Herr Dr. Hohendahl, Sie veranstalten im Oktober und November jeweils einen „Klinisch-neurologischen Untersuchungskurs im Säuglingsalter“. Die Kurse gehen über drei Tage. Was erwartet die Teilnehmer in den drei Tagen?
Ein gesunder Mix zwischen Theorie und Praxis, gerade letztere darf nicht zu kurz kommen. Die strukturierte entwicklungsneurologische Diagnostik im ersten Lebensjahr wird in vollem Umfang erlernt. Dabei wird insbesondere auch auf die Belange der Osteopathie in diesem frühen Alter eingegangen. Denn die Osteopathie stellt einen wichtigen Bestandteil bei der Behandlung von Säuglingen mit Entwicklungsauffälligkeiten, -störungen bis hin zu –behinderungen dar. Seriös behandeln kann dies nur der, der auch die grundlegende Symptomatik dieser Kinder kennt und richtig zu interpretieren versteht. 


Die Kurse finden direkt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum statt. Was bringt das für Vorteile für die Teilnehmer?
Der Kurs soll den individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer vollumfänglich gerecht werden. Das bedeutet von Seiten der Kursleitung flexibel auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist zum einen unsere Erfahrung in der Lehre, zum andern auch die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten wie Seminarraum mit moderner Technik, Untersuchungszimmer und Pausenräume.


Die wichtigsten „Teilnehmer“ Ihrer beiden Kurse sind ja die Säuglinge selbst, die von Ihnen untersucht werden. Wie lässt sich so etwas organisieren?
Praxis bedeutet Praxis. Bei Säuglingskursen nicht alleine nur Photos, Videos und Übungspuppen (auch alles vorhanden) sondern auch die direkte gemeinsame Untersuchung von Säuglingen, so wie sie in der osteopathischen Praxis regelmäßig vorgestellt werden. Meine Mitarbeiter leisten da im Hintergrund enormes, schaffen es einfach immer wieder vorbildlich, uns ausreichend mit unterschiedlichen Fällen für den Kurs zu versorgen. Um authentisch rüber zu kommen sehe ich die Kinder auch im Kurs zum ersten Mal um so gemeinsam mit den Teilnehmern von der Symptomatik zur Diagnose zu gelangen.


An Ihren Kursen dürfen nur Osteopathen mit Heilerlaubnis teilnehmen, warum?
Auch ich verfolge die aktuellen berufspolitischen Entwicklungen, die grundsätzlichen juristischen Urteile der jüngsten Vergangenheit mit großem Interesse. Ärztliche Diagnostik und diagnostische Algorithmen, wie sie unser Kurs vermittelt, gehören einzig in die Hände der Heilkunden.


Kurz zusammengefasst, was können die Teilnehmer aus Ihren Kursen fachlich mitnehmen?
Der Kurs vermittelt in vollem Umfang die Basis der korrekten klinisch-neurologischen Untersuchung des Säuglings. Er gibt klare Hinweise und Handlungsanweisungen, wann und warum der interdisziplinäre Kontakt mit den in Ihrer Fragestellung aufgeführten medizinischen Fachdisziplinen gesucht werden muss. Und es erleichtert entscheidend den gegenseitigen Gedanken- und Informationsaustausch untereinander. So wird die Osteopathie sicher mit wesentlich mehr Seriosität beurteilt werden.


Können sich Kurzentschlossene für Oktober und November noch anmelden?
Nach meinem Kenntnisstand sind noch einige freie Kursplätze verfügbar. Aber wenn der Kurs ausgebucht sein sollte, bitte nicht traurig sein. Die Planungen für 2018 sehen weitere Termine vor.

Herr Dr. Hohendahl, vielen Dank für das Interview! 


  

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Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO.