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Interview mit Hartmut Lockenvitz, 1. Vorsitzender der UDH NRW

[30.10.2017]


Hartmut Lockenvitz, Jürgen Gröbmüller
Auf den Süddeutschen Tagen in Fellbach haben die UDH Nordrhein-Westfalen und die hpO vereinbart, künftig auf fachlicher und berufspolitischer Ebene miteinander zu kooperieren. Details dazu werden die Vorstände beider Verbände am 4. November auf dem 11. Solinger Heilpraktikertag besprechen.
 
Wir wollen unseren neuen Kooperationspartner bereits jetzt vorstellen und haben dazu Hartmut Lockenvitz, 1. Vorsitzender der UDH NRW, interviewt.
 
Hartmut, wofür steht der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Union Deutscher Heilpraktiker, dem Du vorsitzt?
Wir möchten unseren Mitgliedern Fachfortbildungen und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, die auf hohem Niveau allen Qualitäts-Anforderungen an den Heilpraktiker genügen. Des weiteren ist es für mich sehr wichtig in der aktuellen Situation für meine Mitglieder berufspolitisch vor Ort zu sein und auch im Moment in fast wirklichkeitsfremden Situationen dem einzelnen zur Seite zu stehen.
Für mich ist es wichtig, dass auch der letzte Funktionär begreift, dass der Verband für die Mitglieder da ist und nicht umgekehrt.
 
Als hpO vertreten wir eine heilkundlich praktizierte Osteopathie auf qualitativ höchstem Weiterbildungsstandard. Was versprichst Du Dir von unserer Kooperation?
Ich verspreche mir hier natürlich - und das ist für mich nicht neu, dass alle Verbände auf ein funktionierendes Netzwerk zwischen möglichst vielen Teilnehmern zurückgreifen können.
 
Was kann eine solche Kooperation fachlich bringen und was berufspolitisch?
Fachlich stehen natürlich an erster Stelle, die aus der Kooperation resultierenden Möglichkeiten zur Fort- beziehungsweise Weiterbildung und Qualitätssicherung. Davon profitieren alle Teilnehmer.  Des Weiteren war die zweithäufigste Frage, die mir von Seiten der Politiker gestellt wurde, „Für wie viele Mitglieder sprechen Sie?“. Hier ist sehr leicht zu verstehen, dass wir es uns überhaupt nicht mehr leisten können, in Alleingängen zu versuchen, das große Ganze zu beeinflussen.
 
Wie stehst Du zum Thema Qualitätssicherung in der Heilkunde allgemein und in der Osteopathie im besonderen?
Das macht für mich keinen Unterschied, da in beiden Bereichen verantwortungsbewusste Arbeit und sorgfältigster Umgang mit dem Patienten gefordert ist.
Ich bin sehr stolz darauf, dass die Union Deutscher Heilpraktiker in Kürze ein Praxishandbuch vorstellt, mit dem jeder Therapeut Richtlinien gebündelt in die Hand bekommt, die diesen wertvollen hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden.
 
Wo steht für Dich der Heilpraktiker in Zukunft?
Der Heilpraktiker ist auch in Zukunft ein nach wie vor unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems, der wie bisher den Ansprüchen seiner Patienten gerecht wird.
Versuche, den Heilpraktiker in seinem Wirken, durch die Wegnahme seiner Therapiefreiheit in seinen Möglichkeiten zu beschneiden, kommt einer Entmündigung der Patienten gleich, die sich für diese Dienstleistung entscheiden. Das ist so nicht hinnehmbar, weil diesem Ansinnen jede vernünftige Basis fehlt.
 
Kommenden Samstag veranstaltet ihr den 11. Solinger Heilpraktikertag, was erwartet die Teilnehmer?
Die Teilnehmer erwartet an diesem Tag neben der selbstverständlichen Stellungnahme zur politischen Situation ein Angebot an Weiterbildung und Workshops auf höchstem Niveau mit einem großen Anteil auch an Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Praxis, die auch dem erfahrenen Kollegen sicherlich zur Bereicherung dienen. Dazu kommen natürlich noch die fachlichen Informationen von der Industrie und der kollegiale Austausch.
 
Lieber Hartmut, vielen Dank für das Interview!
Bitte sehr – immer wieder gerne!

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Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO.