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Dysmenorrhoe - wenn die Menstruation Probleme macht (OSTEOPATHIE 11-2019)



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Fast jede Frau kennt das: Regelschmerzen. Es zieht und schmerzt im Unterleib, die allmonatliche Periode ist da und für viele Frauen ist es jedes Mal eine Qual. Auch Durchfall, Übelkeit, Verstopfung und Stimmungsschwankungen können zusätzlich auftreten.
 
So verbreitet Menstruationsbeschwerden sein mögen, sie sollten auf jeden Fall ernst genommen werden. Die krampf- und kolikartigen Schmerzen können sogar so extrem werden, dass sie dem Schmerz eines Herzinfarktes gleichen, wie eine Studie feststellte.

Man unterscheidet die primäre und die sekundäre Dysmenorrhoe. Die primäre Form trifft vor allem junge Frauen, die ihre Periode gerade erst bekommen haben. Der Körper muss sich erst auf das noch junge Frausein einstellen.

Die sekundäre Form tritt bei älteren Frauen auf und steht manchmal im Zusammenhang mit Entzündungen an Eierstöcken, Eileitern, Endometriose, Myomen oder weist auf entzündliche Darmerkrankungen hin, denn die Gebärmutter steht auch in einem engen funktionalen Zusammenhang mit dem Darm. Sie kann aber auch völlig unabhängig von organischen Leiden aufgrund von hormonellen Schwankungen auftreten.

Weibliche Anatomie

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein etwa faustgroßes, birnenförmiges Hohlorgan.
Sie ist auf der Oberseite, Fundus genannt, etwas breiter und geht links und rechts in die Eileiter (Tuben) über. Nach unten verjüngt sie sich zum Gebärmuterhals (Cervix uteri) und endet schließlich im Muttermund, welcher die Pforte zur Vagina darstellt.

Die Gebärmutter ist wie von einem bindegewebigen Tuch (Parametrium) umhüllt, als hätte man ein Bettlaken über sie geworfen.
Zur Seite hin und nach hinten ist das Parametrium verdickt und geht in die Mutterbänder über. Die unter den Eileitern liegenden Eierstöcke sind ebenfalls durch das Mutterband sowie durch das Eierstockband befestigt. Weiter gibt es Bänder von der Schambeinfuge und vom Kreuzbein, welche die Gebärmutter in ihrer Position halten: Das Schambein-Harnblasen-Band, das Harnblase-Gebärmutterband, das Kreuzbein-Gebärmutter-Band und das Mastdarm-Gebärmutter-Band. Hier zeigt sich schon, dass die Gebärmutter in enger Beziehung mit weiteren Beckenorganen und mit dem knöchernen Becken steht.

Entscheidend für die Menstruation ist der Aufbau der Gebärmutterwand. Sie besteht aus drei Schichten. Die äußere Schicht heißt Perimetrium, ein glatter Überzug, der die reibungsfreie Beweglichkeit erlaubt. Die mittlere Schicht besteht aus glatter Muskulatur, dem Myometrium. Innen liegt eine gut durchblutete Schleimhaut, das Endometrium, das sich im Verlauf des weiblichen Zyklus unter dem Einfluss verschiedener Hormone allmählich aufbaut, um dann während der Periode abgestoßen zu werden.

Wie kann die Osteopathie helfen?
Zunächst sollten bei Menstruationsbeschwerden ernste organische Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zur Diagnostik gehören natürlich die Sonografie und die übliche Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Auch ein Hormonstatus kann manchmal aufschlussreich sein.

Die weiblichen Beckenorgane sind in ein komplexes Fasziensystem eingebettet. Hier kann die osteopathische Behandlerin auf sehr sanfte Weise Spannungsdysbalancen aufspüren und ausgleichen. Oft stehen Schmerzen im Zusammenhang mit einer ungünstigen Position der Gebärmutter im Becken, die maßgeblich durch verschiedene Bänder beeinflusst wird. Auch eine optimale Durchblutung ist überaus wichtig für die reibungslose Funktion der Periode. Eine osteopathische Behandlung kann hier Erleichterung bringen und die Schmerzen lindern.

Die Menstruation wird natürlich auch von vielen allgemeinen Faktoren, wie Stress, Ernährung, Darmfunktion, Bewegungspensum und Nährstoffversorgung beeinflusst.
Ihr osteopathischer Therapeut kann Sie hier umfassend beraten, was Sie selbst für eine stressfreie und reibungslose Menstruation tun können und Ihnen entspannende Behandlungstechniken anbieten. Sie finden uns hier: www.hpo-osteopathie.de/therapeutenliste


Fragen & Antworten zur Osteopathie

Frage: Patrick Z. aus Görlitz fragt: „In der letzten osteopathischen Behandlung hat mein Behandler gefühlt eine halbe Ewigkeit die Hände am Kopf und auf dem Bauch liegen gehabt. Ich dachte, in der Osteopathie wird auch geknackt. Hilft denn allein Handauflegen?“

Antwort: "Lieber Patrick, wie sagt man so schön – Techniken gibt es genau so viele, wie es Behandler gibt. Es gibt in der Osteopathie keinen festen Behandlungsablauf. Mal wird manipuliert (geknackt) und mal werden die Hände aufgelegt. Die Therapeuten arbeiten jeweils nach Befund und entwickeln natürlich auch ihre eigene Handschrift.

Die sehr "stillen" Techniken mit aufgelegten Händen helfen sehr gut und eignen sich vor allem für sehr empfindsame Patienten. Sie regulieren zum einen ganz sanft das Gewebe der Region, wo sie aufgelegt sind. Zum anderen tritt der Körper oft generalisiert in eine Tiefenentspannung und damit lösen sich oft eine Menge Blockaden im körperlichen aber auch im emotionalen Bereich.“

Haben auch Sie Fragen zur Osteopathie? Dann schreiben Sie uns an: newsletter@hpo-osteopathie.de

Tipps & Infos
Mikroplastik vermeiden

Mikroplastik - das sind kleinste Plastikpartikel, die sich über Wind und Wasser in allen Bereichen unserer Umwelt verbreiten. In der Luft, unserem Trinkwasser und Nahrungsmitteln ist bereits Mikroplastik nachgewiesen worden. Hier sind drei Tipps, wie Sie Mikroplastik vermeiden können:
 
  1. Die größte Menge an Mikroplastik entsteht durch den Reifenabrieb beim Autofahren. Wann haben Sie das letzte Mal eine Fahrgemeinschaft genutzt, sind Bus oder Bahn gefahren, oder – das hält auch zusätzlich noch fit – sind aufs Fahrrad gestiegen? Natürlich gibt es bei allen Fortbewegungsmitteln Abrieb. Aber der ist wesentlich geringer als bei PKW-Reifen.

  2. Bei jedem Waschgang von Kleidung mit synthetischen Fasern (Polyester, Polyamid, Elasthan, Acryl) werden kleine Plastikfasern herausgewaschen, die direkt ins Abwasser gelangen. Besser sind Naturfasern, wie Baumwolle, Leinen, Hanf, Wolle und so weiter. Mittlerweile gibt es auch spezielle Wäschebeutel, die Plastikfasern bei der Wäsche zurückhalten.

  3. Mikroplastik findet sich häufig in unseren Pflegeprodukten: Peeling, Duschgel, Make-up, Shampoo. Achten sie doch beim Kauf von Pflegeprodukten darauf, dass kein Plastik enthalten ist. Steht auf der Inhaltsliste eines Produkts zum Beispiel “Polyethylen”, “Polypropylen” oder “Polyethylenterephtalat”, könnten Sie nach einer Alternative suchen.
App des Monats:
KptnCook

Die Abende werden wieder länger. Wie wäre es da mit einer guten Koch-App?

Jeden Tag werden von KptnCook drei leckere Gerichte zum Nachkochen vorgeschlagen. Außerdem gibt es jede Woche ein Special, in dem sich zum Beispiel alle Gerichte um eine bestimmte Zutat drehen.

Eine Einkaufsliste, die sich nach der Anzahl der Personen richtet, ist ebenso integriert, wie schrittweise Zubereitungsanleitungen.

Und natürlich gibt es viele Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Guten Appetit!



Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO.