News

hpO fördert „Online-Fachkongress für Osteopathen/innen“

[30.10.2020]


Anne Henle
Als hpO unterstützen wir gern unabhängige Projekte in der Osteopathie. Daher fördern wir den "Online-Fachkongress für Osteopathen/innen", der am 19. November startet. In diesem Interview stellen wir die Organisatorin Anne Henle und ihr Projekt vor.
 
Liebe Anne, am 19. November startet dein "Online-Fachkongress für Osteopathen/innen". Was erwartet die Teilnehmer inhaltlich?
Ja, ich freue mich schon total, dass es endlich losgeht! Es werden 28 verschiedene SprecherInnen sein, mit denen ich im Gespräch bin über Ihr jeweiliges Fachwissen. Die meisten haben in einem Bereich der Osteopathie ihr Steckenpferd. So wird es 7 Tage lang jeden Tag ein übergeordnetes Thema geben und jeder SprecherIn bringt sein Wissen mit ein. Es sind 28 Interviews über teilweise sehr persönliche Erfahrungen und jede Menge Tipps und Impulse für den Praxisalltag.

War dein Kongress von Anfang an als Online-Veranstaltung geplant oder liegt das an der Corona-Pandemie?
Das ist fast schon lustig. Seit über 2 Jahren trage ich diese Idee mit einem Online Kongress in meinem Herzen. Im Januar habe ich mich dann dazu entschieden, dass ich es dieses Jahr umsetzte. Deswegen liegt es nicht an der Pandemie, allerdings haben sich nun schon einige mit dem Thema „Online arbeiten/Wissen weiter geben“ beschäftigt. Dies macht es mir leichter, da schon eine gewisse Offenheit vorhanden ist.

Wie bist du auf  die Idee gekommen, ein solches Projekt ins Leben zu rufen?
Ende 2017 habe ich eine Bachelorarbeit über das Thema: „Was verstehen OsteopathenInnen unter einem Geburtstrauma“ als Interviewstudie gemacht. Die Interviews haben mein Denken über Geburtstrauma komplett verändert. Ich konnte so viel mitnehmen für mich als Wissen aus den einzelnen Interviews und ich hatte einen großen Spaß dabei. Nach und nach hatte ich den Wunsch noch mehr Interviews zu machen und das Wissen auch KollegenInnen zur Verfügung zu stellen. Über die Zeit entstand dann der Gedanke die Interviews aufzunehmen und einen Online-Kongress zu veranstalten.

Dein Online-Fachkongress geht über sieben Tage mit drei bis vier Referenten täglich. Wie nimmt man an deinem Kongress teil? Nur wenige Teilnehmer werden die Zeit haben, sich zwei bis vier Interviews sieben Tage lang anzuhören.
Wichtig ist zuerst einmal: Die Teilnahme ist kostenlos! Man meldet sich über das Anmeldeformular an und muss die Mails bestätigen. Während des Kongresses werden dann jeden Tag E-Mails verschickt, mit den jeweiligen Links für diesen Tag. Die Interviews sind 24h lang kostenlos anzuschauen. Da diese Möglichkeit neu ist, war es mir so wichtig, dass man kostenlos mal rein schauen kann, ob das für den Einzelnen interessant ist oder nicht.

Es gibt zusätzlich die Möglichkeit ein Kongresspaket zu kaufen: Hier sind alle 28 Interviews, plus zusätzlich als Audiodatei und einigen weiteren Goodies mit dabei. So kann man sich die Interviews anschauen, wann es zeitlich gerade passt oder einfach nur anhören während einer Autofahrt oder ähnlichem. Es ist eine wunderbare Möglichkeit sich das Interview oder mehrere auch öfter anzuschauen.

Welche spannenden Erfahrungen hast du im Vorfeld mit der Organisation des Kongresses machen dürfen?
Das waren total viele! Angefangen bei der Technik, was ich da alles lernen durfte. Spannend war für mich auch der Kontakt mit den einzelnen ReferentenInnen. Ein paar kannte ich persönlich schon im Vorfeld, andere wiederum bin ich das erste Mal begegnet. Überrascht haben mich die durchweg sehr positive Rückmeldungen. Da ich im Vorfeld sehr viel Mut gebraucht habe für dieses Projekt, haben mich diese Rückmeldungen sehr gestärkt. Faszinierend war für mich, wie viele KollegenInnen sich untereinander kennen.

Deine Referenten kommen aus aller Welt. Werden die Interviews auch übersetzt?
Ja, ich habe zwei wundervolle Übersetzerinnen, denen ich sehr dankbar bin!

Was hat dich veranlasst, ein so großes Projekt allein und unabhängig zu stemmen? 
Eine wirklich gute Frage! Die Idee kam ja durch meine Bachelorarbeit. Später habe ich mitbekommen, dass andere Menschen auch alleine Online Kongresse organisieren. Ich war selbst schon bei drei Kongressen als Referentin dabei. Als meine Idee immer stärker wurde, war ich nicht mehr aufzuhalten und so führte ich Gespräche mit Coachs, die in diesem Bereich hauptsächlich arbeiten. Denn mir war klar, dass ich vor allem mit der Technik Unterstützung brauchen würde. Also bin ich eigentlich gar nicht alleine, sondern habe ich ein tolles Team, was im Hintergrund mitarbeitet.
 
Wie sehen deine Planungen für die Zukunft aus? Planst du schon für nächstes Jahr einen Folgekongress oder ist alles offen und abhängig davon, wie dieser erste Kongress angenommen wird?
(Lacht:) Mein Gehirn kennt fast nicht anderes wie planen und ich habe schon Ideen, aber die benötigen noch ein wenig Zeit.

Liebe Anne, wir wünschen dir viel Erfolg mit deinem Online-Fachkongress! Als hpO unterstützen wir gern unabhängige Projekte in der Osteopathie. Deshalb fördern wir deinen Kongress finanziell und freuen uns, unseren Mitgliedern das Kongresspaket kostenlos anbieten zu können.
Vielen Dank euch für das Interview und das Unterstützen des Kongresses! Ich wünsche allen ein fröhliches Interviews schauen und freue mich euch dort „live“ zu sehen. In der Facebook-Gruppe wird es dazu einen tollen Austausch und ein paar zusätzliche Termine geben:
www.facebook.com/groups/3228434273933594/?epa=SEARCH_BOX
 
hpO-Mitglieder können ab dem 6. November im geschützten Mitgliederbereich unter dem Praxisbaustein „Wissen > Online-Fachkongress“ ihren Zugangscode für ihr kostenloses Kongresspaket bestellen!



Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO.