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hpO führt Gespräch mit Prof. Karl Lauterbach

[30.09.2018]


Jürgen Gröbmüller, Prof. Dr. Karl Lauterbach,
Christoph Newiger
Am 29. September hat sich der hpO-Vorstand zu einem berufspolitischen Gespräch mit Prof. Dr. Karl Lauterbach in Lindenberg im Allgäu getroffen. Lauterbach, seit 2008 Adjunct Professor an der Harvard School of Public Health in Boston, ist ausgewiesener Gesundheitsexperte, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages.
 
Das Gespräch fand im Rahmen eine Ehrung statt, bei der Professor Lauterbach von der SPD in Lindau den sog. Sozialistenhut erhalten hat. Mit der Auszeichnung werden jährlich Personen gewürdigt, „die sich dadurch ausgezeichnet haben, dass sie ihrer Gesellschaft und ihrer Partei vorausgedacht haben, gegen den Strom geschwommen sind, ohne dabei stromlinienförmig zu werden und den Mut hatten, sich nicht einschüchtern zu lassen.“
 
Themen des zuvor vereinbarten Gesprächs waren die Osteopathie als eigenständige Form der Heilkunde, die somit nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden darf sowie die seit Jahren laufenden Bemühungen großer Physiotherapieverbände Teile der Osteopathie in die Physiotherapie einzugliedern, was nicht nur rechtlich höchst problematisch, sondern auch fachlich widersinnig ist, da Osteopathie als Komplementärmedizin auch nicht in Teilen Bestandteil eines schulmedizinisch ausgerichteten Heilmittels sein kann.
 
Lauterbach machte dazu deutlich, dass diesbezügliche Änderungen nicht auf der politischen Agenda stehen. Damit bleibt auch in dieser Legislaturperiode alles wie gehabt: Osteopathie muss heilkundlich praktiziert werden, einen eigenen Beruf wird es nicht geben.



Berufsvereinigung fr heilkundlich praktizierte Osteopathie, hpO.